Das bewährte Team um die beiden Tauplitzer PGR-Mitglieder Max Schranz und Josef Tassatti zeigte sich zufrieden mit dem neuen Werk. Häufiger direkt vor der Almkirche weidende und zudem deutliche „Spuren“ hinterlassende Almkühe waren ein Hindernis für besuchswillige Almwanderer. Einmal soll bei offen gestandener Eingangstür eine Kuh sogar in den Innenraum der Kirche eingedrungen sein. Diese Zeiten gehören dank dem neuen, betont rustikal gehaltenen Lärchenholz-Zaun mit Doppelpfosten und innen liegenden Riegeln der Vergangenheit an. Herzlichen Dank allen ehrenamtlichen Helfern.
Die Tauplitzer Pfarrgemeinderatsmitglieder Max Schranz und Josef Tassatti haben kürzlich ein neues Marterl aus Lärchenholz gezimmert und am idyllischen Narzissen-Wanderweg aufgestellt. Es ist ein bewusst schlicht gehaltenes Bittkreuz und trägt in seinem Innern lediglich ein Bildnis von Jesus Christus. Gleich gegenüber dem Marterl steht eine Ruhebank, welche die hier zahlreich vorbei kommenden Wanderer zum Verweilen einlädt, mit schönem Blick auf das Marterl vor der Kulisse des mächtigen Grimming.
Am 21. Juni, dem längsten Tag des Jahres und Beginn des kalendarischen Sommers, hatten auch die Tauplitzer Bäuerinnen wieder zum sonntäglichen Gottesdienst mehrere Körbe bunter Sonnenwendbüschl in die Pfarrkirche gebracht. Frisch gepflückte Wiesenblumen und Gräser, darunter typische Sommerblüher wie das hellgelbe Johanniskraut und die blaue Kugelrapunzel, die rote Steinnelke und das weiße Zittergras wurden in stets ungerade bleibender Anzahl zu einem kleinen Strauß aufgebunden.
Nach dem Gottesdienst griffen die Kirchenbesucher gegen eine freiwillige Spende gerne auf die von Diakon Franz Mandl gesegneten Sträuße zu. Traditionell werden sie an den Türen von Haus und Stall befestigt, um Mensch und Tier im laufenden Jahr vor Unwetter, Blitzschlag und Unglück zu schützen. Ein alter Spruch lautet:
Die blaue Bliah is gegen Gewitter und Blitz,
Die rote soll die bewahr’n vor Flammen und Hitz
Die Farbe weiß mog Wasserfluten und Hagel obholt’n
Und im Büscherl das Gelb soll dir a guate stabile Gesundheit erholt’n.
Schöner konnte das Wetter nicht sein als am Fronleichnamsmorgen 2026. Fleißige Helfer um die Mesnerin Monika Schink hatten die Taschkapelle, das Missionskreuz bei der Pfarrkirche und den Pfarrgarten schon am frühen Morgen wunderschön geschmückt. Den Gottesdienst mit der ersten Segensandacht zelebrierte Diakon Franz Mandl an der Taschkapelle. Anschließend führte die Prozession mit dem Allerheiligsten unter beeindruckender musikalischer Begleitung der Tauplitzer Trachtenkapelle zu den beiden anderen Altären, wo Franz Mandl jeweils wieder den eucharistischen Segen erteilte.
Alljährlich herrscht an Karsamstag starker Andrang in der Tauplitzer Pfarrkirche, wenn die österliche Fleischweihe ansteht. In Reih und Glied türmten sich die mit gestickten Tüchern abgedeckten Weihekörbe, gefüllt mit süßlichem Osterbrot, Ostereiern, Geselchtem. Osterkrainern und Kren. Das Interesse an der Speisensegnung war so groß, dass auch an zwei weiteren Plätzen in Tauplitz (beim Gasthof Thomahof in Klachau und am Bildstock Furt) Fleischweihen stattfanden.
Trotz Nieselregen und Temperaturen nur wenig über dem Nullpunkt hatten sich wieder viele Tauplitzer samt Kindern zur traditionellen Scheitelweihe am frühen Morgen des Karsamstags eingefunden. Die fleißigen Helfer der Furter Dorfgemeinschaft hatten schon frühzeitig trockenes Buchenholz in einer Schale vor dem Bildstock zum Glimmen gebracht. Diakon Franz Mandl segnete das Feuer und sprach ein Dankesgebet, bevor sich Alt und Jung um die Feuerschale drängten, um ihre mit Draht an einer Stange befestigten Scheitelstücke ankohlen zu lassen. In Tauplitz sind es in der Regel 3 Holzstücke, als symbolische Zahl der Osterzeit für Vater, Sohn und Heiligen Geist. Die gesegneten Scheitel werden mit nach Hause genommen, um Haus und Hof vor Unheil und bösen Geistern zu schützen.