Trotz Nieselregen und Temperaturen nur wenig über dem Nullpunkt hatten sich wieder viele Tauplitzer samt Kindern zur traditionellen Scheitelweihe am frühen Morgen des Karsamstags eingefunden. Die fleißigen Helfer der Furter Dorfgemeinschaft hatten schon frühzeitig trockenes Buchenholz in einer Schale vor dem Bildstock zum Glimmen gebracht. Diakon Franz Mandl segnete das Feuer und sprach ein Dankesgebet, bevor sich Alt und Jung um die Feuerschale drängten, um ihre mit Draht an einer Stange befestigten Scheitelstücke ankohlen zu lassen. In Tauplitz sind es in der Regel 3 Holzstücke, als symbolische Zahl der Osterzeit für Vater, Sohn und Heiligen Geist. Die gesegneten Scheitel werden mit nach Hause genommen, um Haus und Hof vor Unheil und bösen Geistern zu schützen.